• Lymphknoten

    Posted on April 8, 2012 by in Lymphe

    Aufgabe der Lymphknoten ist es unter anderem, die Lymphflüssigkeit zu reinigen. Dabei befinden sich Lymphknoten an vielen Stellen des Körpers: Hierzu zählen beispielsweise innere Organe, Leiste, Achsel und Hals. Zwar weisen alle Lymphknoten im menschlichen Körper einen ähnlichen Aufbau auf, in ihrer Größe können sie sich aber unterscheiden. Eine Beeinträchtigung der Funktion der Lymphknoten ist beispielsweise gegeben, wenn diese eine Schwellung aufweisen.

    Dabei können Lymphknotenschwellungen je nach deren Ursache verschiedene Erscheinungsmuster aufweisen: Während sogenannte lokalisierte Lymphknotenschwellungen lediglich in einem bestimmten Körperbereich auftreten, kann bei generalisierten Lymphknotenschwellungen der gesamte Körper betroffen sein. Zu lokalisierten Lymphknotenschwellungen kommt es typischerweise etwa während Erkältungen oder grippaler Infekte. Betroffen sind dann meist die Lymphknoten am Hals. Generalisierte Lymphknotenschwellungen können unter anderem infolge von Virusinfektionen, wie etwa den Röteln, oder auch im Rahmen bakterieller Infektionskrankheiten entstehen. Des Weiteren zeigen sich generalisierte Lymphknotenschwellungen gelegentlich bei bestimmten Krebserkrankungen wie dem Lymphdrüsenkrebs und der Leukämie oder auch bei sogenannten gutartigen Neubildungen (Tumoren).

    In den meisten Fällen sind die Ursachen geschwollener Lymphknoten harmlos, was bedeutet, dass es sich dabei häufig etwa um nicht gefährliche Infektionen handelt.

    Um Lymphknotenschwellungen erfolgreich therapieren zu können, ist es zunächst wichtig, die Grunderkrankung zu diagnostizieren, die hinter einer entsprechenden Schwellung steht. Ein behandelnder Arzt wird hierzu in der Regel verschiedene Untersuchungsschritte einleiten: Zunächst erfolgt meist eine Prüfung des allgemeinen Gesundheitszustandes eines Patienten. Außerdem werden häufig weitere Beschwerden (wie etwa eine Mandelentzündung oder eine Erkältung) und Vorerkrankungen sowie die gesundheitliche Vorgeschichte eines Betroffenen erfragt. Schließlich werden die aufgetretenen Lymphknotenschwellungen exakt lokalisiert. Informationen, die darüber hinaus zu einer gezielten Diagnostik beitragen können, betreffen beispielsweise den Zeitpunkt, zu dem eine Schwellung erstmalig bemerkt wurde und die Einnahme von Medikamenten. Erfragt werden kann außerdem, ob es beim Betroffenen zu einem Gewichtsverlust gekommen ist. Weitere diagnostische Schritte sind dann unter anderem ein Betasten der Lymphschwellungen, das Messen der Körpertemperatur und eine Blutabnahme.

    Ob weitere diagnostische Schritte notwenig sind, hängt von der vermuteten Ursache von Lymphschwellungen ab. Mögliche Maßnahmen sind dann etwa spezielle Bluttests, Biopsien (Gewebeprobenentnahmen), Ultraschalluntersuchungen, Röntgenuntersuchungen oder Kernspintomografien.

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