• Arteriosklerose

    Posted on Januar 13, 2012 by in Arterien

    Die Arteriosklerose oder auch Arterienverkalkung zählt zu den häufigsten Wohlstandserkrankungen der westlichen Welt. Gleichzeitig gilt sie auch als die mit Abstand am häufigsten auftretende Todesursache in den Industrienationen. Eine Arteriosklerose entwickelt sich schleichend über Jahrzehnte. Anfangs lagern sich an den Gefäßinnenwänden Blutfette, Thromben und Bindegewebsanteile und in geringen Mengen auch Kalk ab. Als begünstigende Faktoren für die Entstehung der Erkrankung gelten neben einem arteriellen Bluthochdruck auch Übergewicht, männliches Geschlecht und zunehmendes Alter. Erhöhte Blutfettwerte wie Hyperlipidämie, ein zu hoher Wert an Cholesterin im Blut oder auch Diabetes mellitus gelten ebenso als Risikofaktor. Kommt dazu noch Rauchen, Stress, Bewegungsmangel und eine kalorien- und fettreiche Ernährung unterstützt die Ausbildung einer Arteriosklerose nachhaltig. Die Arteriosklerose entwickelt sich in allen Gefäßen und führt je nach Lokalisation zu unterschiedlichen Auswirkungen.

    In den unteren Extremitäten führt die Arteriosklerose zu Durchblutungsstörungen. Der Begriff „Schaufensterkrankheit“ entstand aufgrund des Verhaltens der Patienten beim Gehen. Bei zunehmender Belastung müssen die Erkrankten öfters Pausen einlegen, damit die Beinmuskulatur wieder genug Sauerstoff erhält. Bei Spaziergängen bleiben die Betroffenen immer wieder vor Schaufenstern stehen, um ihr Leiden zu vertuschen. Am Herzen hat die Minderdurchblutung des Herzmuskels dramatische Folgen. Der Herzinfarkt entsteht durch den arteriosklerotischen Verschluss der Herzkranzgefäße. Im Gehirn droht durch die fortgeschrittene Arteriosklerose der Gefäßverschluss und durch die Minderversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff, der Schlaganfall. In allen Fällen kann die Medizin helfend eingreifen. Nachgewiesen werden kann eine Arteriosklerose über verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten. Neben der Blutabnahme kommen die Ultraschalluntersuchung, CT, MRT und die Angiografie in Frage. Die Therapie unterscheidet sich je nach Krankheitsursache. Bekannte Behandlungsformen sind das Aufdehnen der erkrankten Gefäße mittels einer Ballonsonde oder am Herzen die Bypassoperation.

    Die Prognose der Arteriosklerose hängt allerdings stark vom Verhalten des Patienten ab. Rauchen, Stress und ungesunde Ernährungsgewohnheiten müssen auf eine neue Art der Lebensführung umgestellt werden. Ausreichend Bewegung an der frischen Luft, eine fettreduzierte, faserreiche Ernährung und ein ausgeglichener Lebensstil verhindern ein Fortschreiten der Erkrankung. Eine besondere Rolle in der Ernährung kommen Antioxidantien und Carotinoide zu. Diese Stoffe unterstützen den Zellstoffwechsel in höchst positiver Weise. Hochdruckpatienten müssen darauf achten, dass die Blutdruckwerte im Normbereich liegen. Unter Beachtung dieser Faktoren lassen sich die zum Teil dramatischen Folgeschäden der Arteriosklerose zuverlässig vermeiden.

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